Mein Jahresrückblick 2025: zurück zum Schreiben und zurück zu mir
Dieses Jahr hat vieles zusammengeführt: Erfahrungen aus der Hotellerie, Begegnungen, Abschiede, neue Ideen und der Mut, Dinge zu Ende zu denken. Mein Buch ist entstanden, neue Wege haben sich abgezeichnet, und manches durfte bewusst gehen. Dieser Rückblick ist kein Bericht, sondern eine Einordnung dessen, was 2025 für mich geprägt hat.
Meine Themen und Highlights in 2025
Mein Buchjahr: Die Entscheidung zu schreiben
Schon lange war klar: Unser Wissen, unsere Erfahrungen und die vielen Geschichten aus der Hotellerie & Gastronomie müssen aufgeschrieben werden. Im Dezember 2024 bin ich dann auf Svenja Hirsch aufmerksam geworden. Sie ist Business-Buch Mentorin und hat mich sofort angesprochen – Norddeutsch klar, ruhig und verbindlich. Also habe ich spontan ihr Programm gebucht und mit meinem Sachbuch Dein Hotel erfolgreich führen begonnen.
Während mein Buch Form annahm, gab es im Alltag weitere Themen.
Vaddern wird 91 Jahre jung
Mein Vater lebt inzwischen seit fünf Jahren bei uns weil er zu Hause nicht mehr klar kam. Für schnelle Hilfe war die Distanz zu groß, denn aus dem Schwarzwald fährt man nicht mal eben 850 km nach Lübeck. Ans Telefon ist er nicht mehr gegangen, eine Haushälterin hat er abgelehnt…. bzw. er hat sie nicht ins Haus gelassen.
Als wir ihn Weihnachten 2019 besuchten, hatte er noch ein Ei und eine rohe Kartoffel im Haus. Zeit zum handeln und das taten wir. Ein Zusammenleben in dieser Konstellation ist nicht immer einfach. Ein Heim ist für uns dennoch keine Option, zumindest solange wir das gemeinsam stemmen können.

Ein Vorwort aus Vertrauen
Laila hat das Vorwort zu meinem Buch Dein Hotel erfolgreich führen geschrieben. Viele meiner Testleser:innen haben mir später gesagt, dass genau dieses Vorwort sie ins Buch hineingezogen hat. Noch bevor das erste Kapitel begann. Laila ist seit vielen Jahren meine Wegbegleiterin, Vertraute und Freundin. Sie kennt meine Gedanken, meine Zweifel und meinen Blick auf die Dinge. Vielleicht ist es genau das, was man zwischen den Zeilen spürt.

Garten und Balkon – mein Sommerarbeitsplatz
Als Stier bin ich sehr erdgebunden und ziehe Kraft aus den kleinen Dingen des Alltags und aus der Natur. Das erklärt, warum ich im Sommer am liebsten draußen arbeite und schreibe. Die Gedanken kommen anders, wenn mein Blick weiter wird. Und der Sommer hat den Texten gutgetan. Aus losem – beinah endlosem Schreiben wurde ein Manuskript mit Struktur und aus vielen einzelnen Seiten allmählich ein Buch.


Wenn Texte bereit sind, gelesen zu werden.
Im Spätsommer hat mein Buch spürbar Form angenommen. Das Manuskript ist durch das Lektorat gegangen, danach folgten Testleser:innen, inhaltliche Anmerkungen und wertvolle Hinweise zur Schärfung einzelner Passagen. Die ersten Rückmeldungen haben mir gezeigt, dass die Themen ankommen und verstanden werden.
Ich habe mich bewusst für Selfpublishing entschieden. Als ich mein Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war das ein besonderer magischer Moment. Damit begann der nächste Schritt für die Sichtbarkeit. Zunächst vor Ort – in heimischen Gefilden. Der Südkurier und der Schwarzwälder Bote haben über mein Buch berichtet und es in den regionalen Kontext eingeordnet.

Und dann ging es einen Schritt weiter – zur Lesung auf der Frankfurter Buchmesse.
Lesung zwischen Begegnung und Bühne
Die Frankfurter Buchmesse war überwältigend. Vor allem deshalb, weil aus den Frauen, mit denen ich seit Januar geschrieben und mich regelmäßig über Zoom ausgetauscht hatte, nun Autorinnen geworden waren. Wir haben uns zum ersten Mal live gesehen. Das war ein ganz besonderes Gefühl.
Auf meine 30-minütige Lesung hatte ich mich intensiv vorbereitet. Dazu gehörte auch ein Stimmtraining mit Louise von Bülow. Ich habe drei Passagen aus meinem Buch ausgewählt, mehrfach geprobt und an Tempo, Pausen und Betonung gearbeitet. Eine Freundin hat mich abgehört, die Zeit gestoppt und meine Stimme beurteilt – sehr gründlich und ehrlich. Als ich schließlich mit meiner Lesung begann, war da keine Nervosität mehr. Ich war ruhig und safe.



Ein besonderer Tag unter Autorinnen
Unsere Mentorin Svenja Hirsch hatte zum VIP-Tag nach Hamburg eingeladen. Ein bewusst kleiner Kreis, Zeit für Austausch in einer traditionellen Location, ehrliche Gespräche und gemeinsames Weiterdenken. Nach Monaten des Schreibens und der Online-Treffen war es ein besonderes Wiedersehen – konzentriert, offen und auf Augenhöhe.
Teil des Programms war eine Führung durch die Elbphilharmonie – als bewusste Erweiterung des Blicks. Architektur, Akustik und die Idee hinter diesem Ort waren für uns spannend und aufschlussreich. Mir wurde einmal mehr klar, wie stark Räume durch hochwertige Materialien wirken können. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern das Gefühl, das entsteht.
Dieser Tag hat etwas bestätigt, das mich durch das ganze Jahr getragen hat: Gute Gedanken entstehen dort, wo Menschen sich zuhören und Ideen Raum bekommen.



Travemünde – zurück an die Ostsee
Als gebürtige Lübeckerin bin ich in Travemünde an der Ostsee aufgewachsen. Auch wenn wir seit über dreißig Jahren im Schwarzwald leben, zieht es mich immer wieder in den Norden. Der Bodensee ist schön, aber er ersetzt die Ostsee nicht. Den Wind, den Regen, die Weite und die großen Pötte, die langsam durch die Fahrrinne gleiten, so nah, dass es wirkt, als fahre ein Hochhaus an einem vorbei. Dieses Gefühl bekomme ich nur dort.



Auszeiten, die erden
Urlaub, Familie und Lernen lassen sich bei uns gut miteinander verbinden. So waren wir mit den Kindern im Familotel Allgäuer Berghof im Allgäu. Für uns war das ein besonderes Erlebnis: Zeit miteinander, Abstand vom Alltag und gleichzeitig neue Eindrücke, die hängen bleiben.

Neue Werkzeuge, neue Ideen
Brevo – ein Schritt über meine eigene Komfortzone
Wenn es um technische Fragen rund um Handy oder Laptop geht, bekomme ich schon mal schnell Schnappatmung. Dabei hat ein Freund einmal zu mir gesagt: „Übe immer das, was du nicht kannst.“ Also habe ich mich an Brevo (eine Software für E-Mail-Marketing und Newsletter),herangetraut. Das hat gedauert und ging nicht ohne Unterstützung. Sabine hat mir dabei geholfen, Schritt für Schritt Ordnung in das Thema zu bringen. Übrigens: Sabine hat auch meine Website konzipiert und umgesetzt.
Vom Werkzeug zur Idee
Aus dem Umgang mit Brevo und den vielen Gesprächen mit Hoteliers ist nach und nach eine Idee entstanden. Immer wieder ging es um dieselben Fragen: Wie bleibe ich mit meinen Gästen in Kontakt? Wie kommuniziere ich persönlich, ohne zusätzlichen Aufwand? Und wie halte ich die Verbindung auch zwischen den Aufenthalten lebendig?
Ein eigener Newsletter bietet dafür eine direkte und persönliche Form der Kommunikation. Er schafft Nähe, ohne aufdringlich zu sein, und gibt Hoteliers die Möglichkeit, ihre Gäste regelmäßig und im eigenen Rhythmus zu erreichen. Dieser Gedanke hat mich durch das Jahr begleitet.
Daraus ist die Planung eines Webinars entstanden, das im Frühjahr stattfinden wird. Es richtet sich an Hoteliers, die ihre Gästekommunikation selbst in die Hand nehmen möchten. Ergänzend dazu habe ich eine kleine Sammlung bewährter Kommunikations-Tools zusammengestellt. Interessierte erhalten darüber frühzeitig Informationen zum Start des Webinars.
Mein nächstes Buch nimmt Gestalt an
In meinem nächsten Sachbuch geht es um die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Banketts im Hotel. Es richtet sich an Privathoteliers und Führungskräfte, die nichts dem Zufall überlassen wollen und von Beginn an strukturiert in die Planung einsteigen. Denn erst eine saubere Vorbereitung schafft den Spielraum, um am Ende flexibel reagieren zu können und zwar so, dass es die Gäste nicht merken.
Die Struktur des Buches steht bereits. Am Titel arbeite ich noch. Ohne Eile, aber mit Klarheit darüber, was dieses Buch leisten soll.
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück?
Bereits Ende 2024 habe ich für mich entschieden, mich aus der operativen Umsetzung von Einrichtungs- und Renovierungsprojekten in Hotels zurückzuziehen. Diese Entscheidung hat sich 2025 bestätigt. Künftig begleite ich solche Vorhaben beratend, nicht mehr ausführend. Das schafft Klarheit in der Rolle, reduziert Reibung und gibt mir den Raum, meine Erfahrung dort einzubringen, wo sie am meisten Wirkung entfaltet.
Was nehme ich aus 2025 mit?
Ich nehme die Erkenntnis mit, dass meine Erfahrung und meine Art zu arbeiten nicht nur für Hoteliers hilfreich ist. Auch Unternehmerinnen und Unternehmer in anderen Branchen profitieren von Klarheit, Struktur und einem Blick von außen.
Diese Entwicklung ist ein Prozess, an dem ich gerade arbeite. Noch ohne fertige Form, aber mit wachsender Sicherheit, dass sich hier ein neuer Wirkungsraum öffnet. 2026 darf daraus weiter entstehen und das Schritt für Schritt.
Welche klare unternehmerische Entscheidung hat mir 2025 gebracht?
2025 hat mir sehr deutlich gezeigt, dass unternehmerische Klarheit auch finanzielle Klarheit braucht. Künftig arbeite ich nur noch mit einer verbindlichen Zahlung vor Beginn der Zusammenarbeit. In vielen Branchen ist es selbstverständlich, dass Leistungen oder Waren erst nach Zahlung erbracht werden. Dafür gibt es etablierte Modelle und professionelle Zahlungsdienstleister. Diese Form der Zusammenarbeit schafft Verlässlichkeit und schützt beide Seiten.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es Auftraggeber gibt, die eine Anzahlung leisten und danach Zahlungen verzögern oder infrage stellen. In einem konkreten Fall wurde nach über einem Jahr der Zusammenarbeit die letzte Rechnung über eine hohe Summe nicht beglichen – mit einer fadenscheinigen Begründung. Erst nach Einschaltung unseres Anwalts kam das Geld.
Solche Situationen kosten Zeit, Energie und Nerven. Deshalb ist diese Entscheidung kein Trotz, sondern Konsequenz. Gute Zusammenarbeit braucht Verbindlichkeit – fachlich wie finanziell. Dafür stehe ich, und genau so werde ich künftig arbeiten.
Ausblick: Lesung auf der Leipziger Buchmesse 2026
Am 21. März 2026 lese ich aus meinem Buch Dein Hotel erfolgreich führen auf der Leipziger Buchmesse. Gemeinsam mit den Autorinnen aus dem inner circle unserer Mentorin Svenja sowie mit Elisa, Birgit und Claudia
Die Lesung findet am Stand von Svenja Hirsch statt:
Halle 3.0 · Stand B29 · 15:00 Uhr
Ich freue mich über bekannte Gesichter, neue Begegnungen und den persönlichen Austausch vor Ort.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Ich biete keine Lösungen von der Stange an. Gute Zusammenarbeit beginnt für mich mit einem klaren Blick auf die Realität und nicht mit Annahmen.
Der beste Einstieg ist ein anonymer Hoteltest.
Er schafft eine objektive Grundlage, zeigt Potenziale und gibt dir eine fundierte Entscheidungsbasis für die nächsten Schritte. Der Test wird von einem sehr erfahrenen Mitarbeiter durchgeführt und bringt sofort Klarheit in Abläufe, Wirkung und Gästeerlebnis.
👉 Anonymer Hoteltest:
https://susannebruning.de/hotel-mystery-check/
👉 Workshop im Anschluss an den Hoteltest:
https://susannebruning.de/workshop-nach-mystery-check/
Wenn du mich zunächst kennenlernen möchtest oder gerade am Aufbau deiner Gästekommunikation arbeitest, gibt es zwei weitere Möglichkeiten:
Sammlung bewährter Kommunikations-Tools für Hotels
Wer sich einträgt, wird als Erste:r über den Start des kostenlosen Webinars im Frühjahr informiert.
https://susannebruning.de/kommunikations-tools-fuer-hotels/
30-minütiges Kennenlerngespräch
Für konkrete Fragen und zur gemeinsamen Einschätzung, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
https://susannebruning.tucalendi.com/susannebruning/kennenlerngespraech
Und wer tiefer einsteigen möchte, findet meine Haltung, Erfahrung und viele Praxisbeispiele auch in meinem Buch
Dein Hotel erfolgreich führen
https://amzn.eu/d/7aULH7D
Manches klärt sich erst im Rückblick. Wenn du möchtest, erzähl in den Kommentaren, was du aus deinem Jahr mitnimmst.
Susanne
Hier bloggt
Expertin für Hotelmanagement
„Ich begleite Privathoteliers die gerade starten oder bereits gestartet sind – mit praktischem Wissen, Struktur und Klarheit.“
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Kommentare (2)
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Liebe Susanne, ich konnte gar nicht aufhören, deinen Jahresrückblick zu lesen. Ich habe mich in einigen Passagen wiedergefunden 😅, wie erdverbundener Stier (auch hier), Schnappatmung (ich bin technisch nicht nur einmal aus meiner Komfortzone gesprungen, u.a. auch mit Brevo) und vor allem die Erkenntnis “Manches klärt sich erst im Rückblick”. So ist es. Vielen Dank für den inspirierenden Einblick. LG Karin 🤎✨️
Liebe Karin, Stiere unter sich 🤩 einfach wunderbar!
Vielen Dank für deine Zeilen.
Ich wünsche dir ein wundervolles neues Jahr 2026.
Liebe Grüße
Susanne